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Ein Festival der Klänge

Grandioses Jubiläumskonzert zum Hundertsten

Wer dieses Konzert versäumt hat soll – nein muss sich ärgern, denn ein großer Aufwand wurde mit Künstlern und Chor, die sich in Bestform vorstellten, belohnt. Der große Europasaal des Congress Centers West der Messe Essen war bis auf einige wenige freie Plätze ausgebucht. Hierzu trugen allein fünf Charterbusse bei, mit denen unser Publikum zum Konzert transferiert wurde. Der Beginn des ersten Programmteils gehörte zunächst dem klassischen Bereich Lied und der Oper: In Reminiszenz an das erste Konzert des Quartettvereins im Oktober 1919 erlebte Beethovens "Die Vesper" eine Renaissance. Das sehr schwierige "La ci darem la mano" (Reich mir die Hand mein Leben) aus Don Giovanni wurde von Eva Lind und Luis del Rio mit Hingabe interpretiert. Das weitere Programm hatte Chorleiter Thomas Scharf sehr vielfältig aufgestellt und es wurde spektakulär. Eva Lind sang – begleitet von Ekaterina Shabanova - voller Inbrunst von Vilja, dem "Waldmägdelein", die German Tenors brillierten mit "Freunde, das Leben ist lebenswert", der Quartettverein ließ "Colonel Bogey" marschieren und erinnerte mit der Exodus Melodie an die Sehnsucht nach Heimat. Das fantastische Salonorchester Münster brachte die Zuhörer gleich zweimal zum Jubeln: Bei der schnellen Polka "Eljen A Magyar" und dem berühmten "Czardas" von Monti. Sologeigerin Freya Deiting zeigte ihr großartiges Können. Bevor sich alle Beteiligten zum großen Schlussbild auf der Bühne versammelten, erglänzten "Heimat, deine Sterne" und das "Wolgalied", gemeinsam von den German Tenors und dem Quartettverein gesungen. Mit dem abschließenden "Libiamo ne' lieti calici" aus der Oper La Traviata verabschiedeten sich alle Mitwirkenden unter großem Applaus in die Pause. Gleichwohl wie im ersten Programmteil erklang wieder eine Komposition von Ludwig van Beethoven. Aus seiner 9. Sinfonie ertönte die Europahymne "Freude schöner Götterfunken", dynamisch gesungen vom Quartettverein "Frohsinn". Die German Tenors erzählten mit der Canzone napoletana "Torna a Surriento" von der Sehnsucht nach Sorrent und Eva Lind glänzte mit der Arie  der Lauretta "O mio babbino caro" (O mein geliebter Vater) aus der Oper Gianni Schicchi. Das "Frohsinn" auch modern kann, bewiesen die Sänger eindrucksvoll mit den bekannten Popsongs "Halleluja" von Cohen und "You raise me up" von Loveland und Groban. Feurig und temperamentvoll zeigten sich im Mittelblock Eva Lind, die German Tenors, das Salonorchester Münster und der Quartettverein "Frohsinn" in unterschiedlichsten Besetzungsformaten wie z.B. bei "Tanzen möcht ich", "Ich hätt' getanzt heut' Nacht" oder "Im Feuerstrom der Reben". Mit blauem Himmel, weißen Wolken, schwarzen Augen, rotem Wein und von der roten Sonne, die im Meer versinkt, warb der Songtext des nächsten Liedes für eine Reise nach "Bella Italia", bei dem der Chor ebenso prächtig vom Publikum unterstützt wurde wie Eva Lind bei ihrem Medley aus dem Singspiel "Im weißen Rössl" von Ralph Benatzky. Die Arie „Nessun dorma“ aus der Oper Turandot ist für jeden Tenor eine Herausforderung. Johannes Groß hatte sie ins Programm genommen. Was soll man sagen? Es war Groß(artig)! Der Saal tobte! Der Glanz der Stimmen übertrug sich auch auf den Ohrwurm "Dein ist mein ganzes Herz" von Eva Lind und den German Tenors vorgetragen und das Orchester zauberte den argentinischen Tango Por una Cabaza auf die Bühne. Zum großen Finale fanden sich noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne ein. Mit einem Medley aus "Maske in Blau" entführten Eva Lind, die German Tenors Johannes Groß und Luis del Rio, das Salonorchester Münster, Ekaterina Shabanova und Oliver Haug am Flügel sowie der Quartettverein "Frohsinn" die Zuhörer zum Schluss des Programms in die Welt der Operette. Ein begeisterndes, an Höhepunkten reiches Konzert ging unter Jubel und Standing Ovations des Publikums zu Ende. Doch ohne Zugaben kamen Solisten und Chor nicht von der Bühne. Ein Sonderlob an Hans-Günter Papirnik, der mit seiner Moderation hervorragend durch das Programm führte. Herausragend Chorleiter Thomas Scharf, der wie immer mit großem Einsatz seinen Quartettverein und das Orchester bei gemeinsamen Liedern sicher leitete und auch für das Programm und die Gesamtleitung zuständig war.

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Gedankenaustausch über Vorschläge einer Chorreise im kommenden Jahr. Bei den Anwesenden hieß der Favorit: Riga!
Seit 1972 feiern wir Sänger Jahr für Jahr unser Stimmenfest. In diesem Jahr hatten die Sangesbrüder vom 1. und 2. Bass in das Clubhaus des VFL Niederwenigern eingeladen. Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein fanden sich am Tag der „Wennischen Kirmes“ über den Nachmittag hinweg wieder eine große Anzahl Sänger ein, um in froher Runde zu singen, miteinander zu reden und ganz entspannt unter dem Eindruck des tollen Jubiläumskonzertes bei einem kühlen Getränk und gutem Essen den schönen Nachmittag und Abend zu genießen. Danke an die Sangesbrüder für die großzügige Bewirtung und an „Manni“ Lüttenberg für die Benutzung des Clubheimes.

Entspannung am Abend

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